Woran erkenne ich die Qualität von Supplements?

Bei der Auswahl von Sportnahrung achten Konsumenten zunehmend auf die Qualität der Nahrungsergänzung. Zu der am häufigsten konsumierten Sportnahrung zählt sicherlich der Eiweiß-Shake. Hier gilt es neben dem Protein-Rohstoff noch einige andere Faktoren zu berücksichtigen. Welche Süßungsmittel enthält das Produkt? Welche Verdickungsmittel und Aromen kommen zum Einsatz? Und enthält das Produkt künstliche Farbstoffe?

Bei der Auswahl des richtigen Proteinshakes gilt es die persönlichen Bedürfnisse zu berücksichtigen

Für ein Eiweiß-Pulver können unterschiedliche Rohstoffe verwendet werden. Am häufigsten kommt das Whey-Protein (Molkeneiweiß) zum Einsatz. Dieses weist eine hohe biologische Wertigkeit auf du kann dadurch sehr gut im Körper zu körpereigenem Protein verstoffwechselt werden. Doch nicht jeder Konsument möchte tierische Eiweißquellen zu sich nehmen. Für Vegetarier und Veganer gibt es pflanzliche Alternativen wie Soja, Reis oder Erbsen. Rein pflanzliche Produkte können aber auch für Menschen mit Milchzuckerunverträglichkeit eine passende Wahl sein. Die rein pflanzlichen Produkte sind völlig frei von Laktose.

Bei der Auswahl in einem Bodybuilding Shop ihrer Wahl gilt grundsätzlich: Je weniger desto besser! In der Zutatenliste sollten möglichste wenig Zusätze wie Verdickungsmittel, Aromen und Süßungsmittel aufgeführt sein. Ein guter Indikator ist die Reihenfolge, in welcher die Zutaten aufgeführt sind. Es ist Vorschrift immer in der Reihenfolge der enthaltenen Gesamtmenge zu deklarieren. So kommt an erster Stelle immer der Stoff der mengenmäßig am stärksten im Produkt enthalten ist.

Viele deutsche Hersteller setzen auf das Gütesiegel der „Kölner Liste“ um Vertrauen zu schaffen

Die Kölner Liste hat in den letzten Jahren in Deutschland große Beliebtheit bei Konsumenten und Herstellern von Sportnahrung, zum Beispiel Pointfit oder auch Vitalymp erlangt. Sie ist das Ergebnis einer Initiative des Olympiastützpunkts Rheinland. Dieser möchte mit einem Prüfverfahren und Produktempfehlungen den eigenen Athleten eine Empfehlung für sichere Nahrungsergänzung geben. In diesem Zusammenhang wird von einem minimierten Dopingrisiko gesprochen. Produkte der Kölner Liste durchlaufen ein Prüfverfahren und werden auf anabole Steroide (Prohormone) getestet. Der Olympiastützpunkt warnt vor Produkten aus dem Ausland, insbesondere den USA und China, da diese sehr oft mit diesen illegalen Substanzen kontaminiert sind.

Das HACCP Verfahren sorgt für hohe Reinheit bei der Verarbeitung und ist in Deutschland für alle Hersteller bindend

Beim HACCP Verfahren handelt es sich um ein vorbeugendes System um die Sicherheit von Lebensmitteln bei der Verarbeitung zu gewährleisten. In diesem Verfahren werden Kontrollpunkte festgelegt die für eine sichere Verarbeitung und eine Gewährleistung der Qualität von Lebensmittel bei und nach der Verarbeitung wichtig sind. Außerdem umfasst es eine Reihe von Vorgaben zu Dokumentation und notwendige Korrekturmaßnahmen für die Verarbeitungsprozesse. Ursprünglich stammt es aus den 60er Jahren und wurde wie vieles aus dem heutigen Alltag für die Raumfahrt entwickelt. Es sollte sicherstellen, dass Nahrung welche von Astronauten mitgenommen wird einhundertprozentig sicher ist. Denn kontaminierte Lebensmittel im All könnten verehrende Folgen für den Erfolg einer Mission haben. In Deutschland wurde das Verfahren 1998 bindend für alle Hersteller von Lebensmitteln vereinbart und gehört somit zum heutigen Standard in der Industrie. Seit 2006 dürfen in der EU nur noch Lebensmittel gehandelt und eingeführt werden, die unter den HACCP Richtlinien hergestellt wurden. Viele Hersteller werben damit, unter dem Verfahren herzustellen. Da es sich hier jedoch um einen verbindlichen Standard handelt, kann dies kaum als besonderes Qualitätsmerkmal gewertet werden.

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