10 Fakten über Tribulus Terrestris

Im Kraftsport spielt der Muskelaufbau eine große Rolle. Um diesen zu beschleunigen, gibt es im Handel zahlreiche Mittel, die aufgrund ihrer Substanzen aktiv den Muskelaufbau fördern sollen. Sowohl synthetische als auch natürliche Mittel sind dazu erhältlich.

Muskelaufbau durch Tribulus Terrestris?

Muskelaufbau durch Tribulus Terrestris?

Tribulus Terrestris gehört zu den natürlichen Mitteln, die Leistungssteigernde Effekte versprechen und sowohl den Muskelaufbau fördern, als auch die Ausdauer steigern sollen. Zusätzlich soll sich Tribulus Terrestris positiv auf die Manneskraft und den Sexualtrieb auswirken. Zahlreiche Mythen ranken um das Gewächs, wissenschaftliche Belege sucht man jedoch vergebens.

1. Tribulus Terrestris bezeichnet in der Biologie den Erd-Burzeldorn, der in tropischen und subtropischen Gebieten heimisch ist. Pflanzen der Tribulus-Gattung werden Leistungssteigernde Eigenschaften nachgesagt, da sie Saponine enthalten.

2. Saponine sind steroideähnliche Verbindungen, die auch in diversen Hülsenfrüchten, wie Bohnen und Linsen, aber auch in Erbsen und Erdnüssen, natürlich vorkommen. Auch in Basilikum sind Saponine enthalten.

3. Tribulus Terrestris wird als natürliches Anabolika angepriesen, das eine Steigerung des Testosteronspiegels beim Trainierenden hervorrufen soll. Dieses soll wiederum eine Steigerung des Muskelaufbaus, sowie eine Verminderung der Wassereinlagerungen im Gewebe herbeiführen. Zusätzlich soll Tribulus Terrestris die Ausdauer steigern.

4. Testosteron ist ein wichtiges Sexualhormon, das die Ausbildung der typisch männlichen Geschlechtsmerkmale verursacht. Das Hormon fördert den Muskelaufbau und den Stoffwechsel. Zusätzlich beeinflusst es den Geschlechtstrieb und die Aggressivität.
Auf natürlichem Wege produziert der männliche Körper das Testosteron im Hoden.

5. Tribulus Terrestris wird nachgesagt, keine Nebenwirkungen zu verursachen, da es sich um einen natürlichen Stoff handelt.

6. Eine positive Wirkung auf den Sexualtrieb durch Tribulus Terrestris ist denkbar, aber noch nicht ausreichend wissenschaftlich belegt.

7. Tatsächlich wird Tribulus Terrestris in der Therapie von Prostatahyperplasie eingesetzt und zur Beeinflussung der Östrogensynthese. Die medizinische Wirkung des Mittels konnte bereits wissenschaftlich belegt werden.

8. Im Bereich der Nebenwirkungen gibt es bisher noch keine Langzeituntersuchungen. Untersuchungen an Tieren zeigten bereits Lähmungen sowie das Auftreten von Gelbsucht.
Ob und wie das Medikament auf den Menschen wirkt ist noch nicht hinreichend belegt. Auch über die Toxizität beim Menschen gibt es noch keine aussagekräftigen Ergebnisse. Das Auftreten von Magen- und Darmbeschwerden ist jedoch denkbar.

9. Im Bereich der Doping-Kontrollen ist Tribulus Terrestris bereits aufgefallen. Bisher noch nicht näher kategorisiert, erregt das Medikament jedoch Aufsehen mit Blick auf Dopingnachweise.

Grundsätzlich gilt im Bereich des Dopings jedoch, dass jeder Versuch der Steigerung des körpereigenen Testosteronspiegels durch Medikamente als Doping angesehen werden kann.
Trotz, dass Tribulus Terrestris bisher nicht auf der Liste der verbotenen Substanzen im Leistungssport aufgenommen wurde, können Doping-Kontrollen positiv ausfallen, was eine Dopingsperre nach sich ziehen kann.

10. Zahlreiche Sportler haben bereits positive Erfahrungen mit Tribulus Terrestris machen können. Es lässt sich jedoch nicht belegen, ob die Wirkung durch die Saponine verursacht wird oder sich aufgrund des Placebo-Effekts einstellt.

Liga-Spielern wird allgemein jedoch vom Gebrauch des Wirkstoffes abgeraten, da das Risiko einer Dopingsperre gegeben ist.

Tribulus Terrestris von PointFit